Eric Wrede ist ein erfahrener Bestatter. Früher war er Manager von Westernhagen und Polarkreis 18. Heute führt er in Berlin ein Unternehmen, das sich auf „Abschiede mit Charakter“ spezialisiert hat: Jede Bestattung soll so individuell und einzigartig sein wie der Mensch, der verstorben ist. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei die Mitgestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeit der Angehörigen sowie der Freundinnen und Freunde beim Abschied. Nun hat er erneut ein Buch geschrieben.
Auf Leben und Tod
Gespräche über das, was am Ende zählt
Eine Auswahl dieser Interviews ist nun als Buch erschienen. Die Interviews werden dabei von Eric Wrede kommentiert und eingeordnet. Die Gespräche sind immer auf das persönliche Erleben oder die eigenen Einstellungen der Interviewten fokussiert. Der Schriftsteller Sebastian Fitzek spricht z. B. darüber, dass auf seinem Grabstein nur eine Handynummer stehen soll, während die Musikerin Judith Holofernes beschreibt, warum sie es bereut hat, die Trauer ihrer Kinder nach einem Todesfall „zu schnell … verarzten zu wollen“. Text: Simone Böhnert
Es basiert auf seinem eigenen Podcast „The End“ mit mittlerweile über 50 Folgen. Als Gastgeber spricht er dort mit prominenten Gästen wie Eckart von Hirschhausen, Sarah Kuttner oder Anke Engelke über Sterben Tod, Abschied nehmen und Trauer. Es werden Fragen geklärt wie z. B. „Darf ich eine Urne mit nach Hause nehmen?“ und Gedanken darüber ausgetauscht, wie sterbende Menschen in den Tod begleitet werden können, und was von uns bleibt, wenn wir nicht mehr da sind.
„Auf Leben und Tod“ möchte ein Wegweiser sein, der uns zeigt, wie wir lebensnah über den Tod und alles, was mit ihm verbunden ist, sprechen können. Es möchte darüber hinaus zeigen, dass Gespräche über das Lebensende nicht deprimierend sein müssen, sondern auch inspirierend und unterhaltsam sein können. Das ist diesem empfehlenswerten Buch hervorragend gelungen.
Wrede, Eric: Auf Leben und Tod. 240 Seiten, Penguin-Verlag 2024,18 €. Den Link zu dem Buch finden Sie hier.

