Leitbild

Das Leitbild des Palliative Care Forums beschreibt seine Grundlage, die Mission und die Vision. Es trägt Sorge dafür, dass sich sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Handeln an ihm orientieren können als auch die interessierte Öffentlichkeit weiß, wofür das Palliative Care Forum steht.
Am 29.10.2018 hat der Beirat des Palliative Care Forums das zuvor erarbeitete Leitbild verabschiedet.
Nachfolgend finden Sie den vollständigen Text:
„Unsere Gesellschaft steht heute vor großen Herausforderungen. Der medizinische Fortschritt wie auch der demographische Wandel fordern unsere Gesellschaft heraus. Umfragen belegen eine hohe Zahl von Menschen, die aktiver Sterbehilfe positiv gegenüberstehen. Wiederkehrende Debatten über Suizidbeihilfe in Deutschland und in benachbarten Ländern deuten die Spitze des Eisbergs an: Unter dem Deckmantel der vielbeschworenen Selbstbestimmung macht sich eine gesellschaftlich weit verbreitete Einstellung breit, die alten, chronisch kranken und sterbenden Menschen nahelegt, das Leben doch lieber selbst zu beenden anstatt anderen zur Last zu fallen.
Sendung der Kirche
Ausgangspunkt unseres Nachdenkens und Handelns sind die ethischen Grundlagen der christlichen Botschaft. Menschen beizustehen, die am Ende ihres Lebens auf Zuwendung, Begleitung und Fürsorge angewiesen sind, ist seit den Anfängen der Kirche Ausdruck gelebter Nächstenliebe und damit ein Aufweis von Jesus Christus selbst (Mk 12,28–34). Die Begleitung kranker und sterbender Menschen gehört zum Kern der Verkündigung Jesu und zum Grundauftrag der Kirche heute (Deus caritas est, Kap. 22). Fragen des gelingenden Lebens und Sterbens sind zentrale Fragen und Anliegen der Kirche. Christen glauben daran, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat. Darauf folgt die unverwechselbare und unantastbare Würde des Menschen. Die Würde des Menschen folgt daraus, dass Gott ihn bejaht. Aus dem Wissen um diese Zuwendung Gottes heraus kann der Mensch auch „im Leiden und im Sterben sein Leben bejahen und seinen Tod aus Gottes Hand annehmen“ (Kardinal Lehmann).
Ausgangspunkt unseres Nachdenkens und Handelns sind die ethischen Grundlagen der christlichen Botschaft. Menschen beizustehen, die am Ende ihres Lebens auf Zuwendung, Begleitung und Fürsorge angewiesen sind, ist seit den Anfängen der Kirche Ausdruck gelebter Nächstenliebe und damit ein Aufweis von Jesus Christus selbst (Mk 12,28–34). Die Begleitung kranker und sterbender Menschen gehört zum Kern der Verkündigung Jesu und zum Grundauftrag der Kirche heute (Deus caritas est, Kap. 22). Fragen des gelingenden Lebens und Sterbens sind zentrale Fragen und Anliegen der Kirche. Christen glauben daran, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat. Darauf folgt die unverwechselbare und unantastbare Würde des Menschen. Die Würde des Menschen folgt daraus, dass Gott ihn bejaht. Aus dem Wissen um diese Zuwendung Gottes heraus kann der Mensch auch „im Leiden und im Sterben sein Leben bejahen und seinen Tod aus Gottes Hand annehmen“ (Kardinal Lehmann).
Zielsetzung des Palliative Care Forums, Handlungsrahmen und Motivation
Wir verstehen die Initiative Palliative Care Forum des Erzbistums Freiburg als einen Prozess, dessen Ziel es ist, sterbende und schwerkranke Menschen und ihre An‐ und Zugehörigen ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Dazu setzt das Palliative Care Forum durch eine aktive Beteiligung an Debatten, durch die Vernetzung wichtiger Akteure sowie im Rahmen von Modellprojekten Impulse, die für eine Sorgekultur sensibilisieren und ihr zur Durchsetzung verhelfen wollen. Das Palliative Care Forum will die Ressourcen des christlichen Glaubens für eine gegenwartsbezogene Kultur des Sterbens erschließen. Dazu gehört das weite Verständnis von „Sorge“ um den Sterbenden und seine Angehörigen im Zusammenspiel der unterschiedlichen Beteiligten, wie es „Palliative Care“ zum Ausdruck bringt. Damit ein Mensch auf dem Weg des Sterbens nicht allein gelassen wird, gilt es, ihn mit einem schützenden Mantel (pallium) der Sorge (care) zu bedecken.
Wir verstehen die Initiative Palliative Care Forum des Erzbistums Freiburg als einen Prozess, dessen Ziel es ist, sterbende und schwerkranke Menschen und ihre An‐ und Zugehörigen ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Dazu setzt das Palliative Care Forum durch eine aktive Beteiligung an Debatten, durch die Vernetzung wichtiger Akteure sowie im Rahmen von Modellprojekten Impulse, die für eine Sorgekultur sensibilisieren und ihr zur Durchsetzung verhelfen wollen. Das Palliative Care Forum will die Ressourcen des christlichen Glaubens für eine gegenwartsbezogene Kultur des Sterbens erschließen. Dazu gehört das weite Verständnis von „Sorge“ um den Sterbenden und seine Angehörigen im Zusammenspiel der unterschiedlichen Beteiligten, wie es „Palliative Care“ zum Ausdruck bringt. Damit ein Mensch auf dem Weg des Sterbens nicht allein gelassen wird, gilt es, ihn mit einem schützenden Mantel (pallium) der Sorge (care) zu bedecken.
Unser Verständnis von Palliative Care
Unter Palliative Care verstehen wir die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und / oder chronisch fortschreitenden Erkrankungen. Palliative Care umfasst sowohl medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen als auch psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung und bemüht sich darum, Patientinnen und Patienten bis zum Tod ein möglichst hohes Maß an Wohlbefinden zu gewährleisten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Unterstützung von Angehörigen und Bezugspersonen. Wir begreifen Palliative Care als eine Praxis der Zuwendung. Sie ist getragen von und fördert eine Haltung, die ein Sterben in Würde ermöglichen soll. Dabei liegt unser Fokus – neben einer optimalen ganzheitlichen palliativen Versorgung – weniger auf einem möglichst spezialisierten klinischen Setting, sondern in der sozialen und spirituellen Einbettung Sterbender in einen Kontext von (Alltags-)Normalität.
Unter Palliative Care verstehen wir die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und / oder chronisch fortschreitenden Erkrankungen. Palliative Care umfasst sowohl medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen als auch psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung und bemüht sich darum, Patientinnen und Patienten bis zum Tod ein möglichst hohes Maß an Wohlbefinden zu gewährleisten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Unterstützung von Angehörigen und Bezugspersonen. Wir begreifen Palliative Care als eine Praxis der Zuwendung. Sie ist getragen von und fördert eine Haltung, die ein Sterben in Würde ermöglichen soll. Dabei liegt unser Fokus – neben einer optimalen ganzheitlichen palliativen Versorgung – weniger auf einem möglichst spezialisierten klinischen Setting, sondern in der sozialen und spirituellen Einbettung Sterbender in einen Kontext von (Alltags-)Normalität.
Perspektive
Das Engagement für Sterbende sowie ihre An‐ und Zugehörige sehen wir in einer christlichen Grundhaltung begründet. „Am Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen wird sich zeigen, wie human, wie menschenwürdig unsere Gesellschaft ist“ (Erzbischof Stephan Burger)."
Das Engagement für Sterbende sowie ihre An‐ und Zugehörige sehen wir in einer christlichen Grundhaltung begründet. „Am Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen wird sich zeigen, wie human, wie menschenwürdig unsere Gesellschaft ist“ (Erzbischof Stephan Burger)."
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