Wenn Kinder sterben

 

Unterstützung finden

 
Der Verlust eines Kindes ist eine der schwersten Erfahrungen, die Eltern und Familien durchleben können. Er ist für die Angehörigen ein unermesslicher Verlust, der das gesamte Leben auf den Kopf stellt. Der Schmerz ist tiefgreifend und hinterlässt oft große Trauer und vielen offenen Fragen.
 
Die Trauer ist dabei ein sehr individueller Prozess, der Zeit braucht und unterschiedlich verläuft. Manche Menschen finden Trost im Austausch mit anderen, in Gesprächen oder in Gemeinschaften, während andere zunächst lieber allein trauern. Es gibt keine richtige oder falsche Art zu trauern. In solchen Situationen kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu suchen, sei es durch professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Trauergruppen, aber auch durch vertraute Freundinnen und Freunde sowie Familienmitglieder.
 
Der Tod eines Kindes wirft oft auch viele Fragen auf, die schwer zu beantworten sind. Manche Menschen suchen nach einem tieferen Sinn oder versuchen, den Verlust zu verstehen. Dabei kann es hilfreich sein, sich Zeit zu nehmen, um die eigenen Gefühle zuzulassen und den Schmerz nicht zu verdrängen. Auch wenn der Verlust unermesslich ist, können hier ebenfalls Gespräche und / oder eine professionelle Begleitung helfen, wieder Hoffnung zu schöpfen.
 
Nachfolgend finden Sie Informationen für die Begleitung in dieser schweren Zeit:
-       Die Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Freiburg hat in Zusammenarbeit u. a. mit der ökumenischen Klinikseelsorge eine hilfreiche Broschüre herausgegeben: „Informationen für Familien – Wenn Kinder sterben“ soll ein „kleines Geländer“ sein für die zahlreichen Fragen, die sich rund um das Sterben, den Tod und die Trauer um ein Kind ergeben können. Hier können Sie die Publikation downloaden.
 
-       Die Podcast-Reihe „Jenseits der Schwerkraft – unterwegs mit dem Kinderpalliativteam“ berichtet über junge Menschen, die lebensverkürzend erkrankt oder bereits verstorben sind. Dabei geht es darum, auf eine mitleidige Haltung zu verzichten. Ziel ist zu informieren, zu bewegen und Berührungsängste abzubauen. Lukas Fleischmann hat das SAPV-Kinderpalliativ-Team der Uniklinik Freiburg begleitet und daraus diese Podcastreihe entwickelt. Die Reihe hat 2024 den "TOM – Medienpreis" der Deutschen Kinderhospizstiftung in der Kategorie Hörfunk erhalten und wurde maßgeblich von der Fachstelle Klinikseelsorge der Erzdiözese Freiburg gefördert.  Herausgeber ist die Badische Zeitung. Sie können den Podcast unter folgendem Link nachhören: 
 
-      Anna Cernko ist verwaiste Mutter, Psychologin und Psychotherapeutin und für die Kinderonkologische Station der Uniklinik Mainz tätig. Mit ihrem Booklet „Mein Kind wird sterben“ unterstützt sie Familien und Fachkräfte bei Fragen zum Umgang mit dem Tod und zum Gestalten von Abschied- und Trauerprozessen sowie beim Gespräch mit Kindern – auch über schwere Erkrankungen. Ihr ist es ein besonderes Anliegen, dass betroffene Familien einen einfachen und schnellen Zugang zu entsprechenden Informationen und praktischen Tipps haben, und sie möchte den Eltern und ihren Kindern Mut machen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Deshalb steht die Broschüre zum kostenlosen Download zur Verfügung, außerdem können gedruckte Exemplare kostenfrei bei der Autorin angefragt werden: anna.cernko@gmx.at