Was ist schon für immer

Vom Leben mit der Endlichkeit

Eine Frau verliert plötzlich ihren 7-jährigen Sohn. Dadurch erfährt sie, dass sie unter einer genetisch bedingten Herzkrankheit leidet und ebenfalls jeder Zeit sterben kann. Auf dieser Grundlage schreibt sie ein feinsinniges Buch über Verlust, Liebe, Endlichkeit, Sterben und Tod.

Das Bild zeugt das Cover des Buches: roter Rahmen, weißes Feld in der Mitte mit schwarzen Text
„Klar werden wir eines Tages gehen müssen. (…) Eines Tages ist so verdammt weit weg. Eines Tages betrifft die Alten und Kranken, die von denen man ohnehin nicht mehr viel mitbekommt. Andere sterben. Aber doch nicht ich. Jedenfalls nicht jetzt!“
Wie gehe ich damit um, wenn mir bewusst wird, dass jeden Augenblick der Tod vor der Tür stehen kann? Halte ich innerlich an und überlege mir, was ich jetzt in meinem Leben sofort ändern will und trete dann auf das Gaspedal? Oder schone ich mich lieber, um die Gesundheit nicht weiter zu belasten? Und wie gehe ich mit dem Tod anderer um? Und warum fällt uns das Trauern heute so schwer?
 
Die Autorin Katja Lewina begibt sich auf eine innere Reise, bei der sie sowohl den Tod ihres Sohnes verarbeitet als auch zentrale Fragen beleuchtet, die sich viele früher und später angesichts der eigenen Endlichkeit stellen.
 
Herausgekommen ist eine Essaysammlung, das sich leicht und flüssig lesen lässt, obwohl die Themen nicht einfach sind. Es macht Mut zu lesen, wie das Leben trotz schwerer Schicksalsschläge weitergehen kann. Und es rüttelt auf, denn letztlich ist es ein Plädoyer für das bewusste Leben: Was kann ich noch heute tun, um aus meinem Leben etwas zu machen? Die Zeit drängt – denn wie Katja Lewina schreibt: „Hier kommt keiner lebend raus.“
Ein äußerst empfehlenswertes Buch!
 
 
Lewina, Katja: Was ist schon für immer. 144 Seiten, DUMONT-Verlag 2024, 20 €. Die Taschenbuchausgabe ist am 16.9.2025 für 14 € erschienen. Den Link zu dem Buch finden Sie hier.
 
Text: Simone Böhnert