On my mind

Der dänische Kurzspielfilm „On my mind“ (18 Minuten) erzählt eine hoch emotionale Geschichte über den Abschied von einem geliebten Menschen.

Wir sehen den bärtigen, mit Mütze traurig dreinblickenden Mann zunächst an einem Fenster stehend, den Kopf notbewegt dagegen stoßend. Aus dem Hintergrund kommt eine Stimme: „Heute ist der Tag. Sind Sie bereit?“ Antwort des Bärtigen: „Ich gehe spazieren“. Der Weg führt in eine Bar. Und es wird ihm zum Herzensanliegen, für „Trine“ eine Karaoke zu singen: „Always on my mind“. Herzbewegend. Trines Lieblingslied. Die Mitarbeiterin der Bar fragt: „Was hat es mit dieser Trine auf sich?“ Er: „Sie ziehen den Stecker. Sie schalten meine Trine aus.“
 
Wechsel in ein Patientenzimmer. Hirntot ist sie, Trine. Er spielt ihr den in der Bar aufgenommenen Song vor. Der Arzt zweifelt, ob sie überhaupt etwas hören kann. Er: „Always on my mind lässt ihre Seele fliegen. Sie können nun abschalten.“ Letzte Szene: Er hält Trines Hand, küsst sie, geht ans Fenster und öffnet es: „Flieg los meine Seele“. Dies ist sein letztes Wort und sein unendlicher Wunsch - für seine, auch im Tod geliebte Trine.
 
Dieser Kurzfilm hat einen autobiografischen Hintergrund: Großen Einfluss nahm dabei die persönliche Geschichte des Regisseurs Strange-Hansen aus dem Jahr 2001. Auch er saß an einem wichtigen Tag in einer Bar, um sich abzulenken – am Vorabend des entscheidenden Gesprächs mit einem Klinikarzt, der ihm und seiner Frau sagen würde, dass seine Tochter sterben werde.
 
Verfügbarkeit:
Trailer auf youtube, in Englisch: On My Mind Trailer - YouTube
Medienportal: On My Mind - Medienportal der Evangelischen und Katholischen Medienzentralen  – Einmalige, kostenfreie Registrierung unter www.medienzentralen.de erforderlich
 
Autor: 
Thomas Belke, Leitung der Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik