Menschen mit Demenz am Lebensende begleiten

Seminar - 21.03.2019

Wie kann man Menschen mit Demenz darin unterstützen kann, sich gut aufgehoben zu fühlen und möglichst ohne Angst und Schmerzen zu sterben?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden dieses Seminars am 21. März 2019 – mittels lebhaft diskutierten Kurzvorträgen zu Demenz, Palliative Care und zu Unterstützungsmöglichkeiten für Pflegende und Angehörige im Sterbeprozess. Dabei wurde auf körperliche Phänomene ebenso eingegangen wie auf spirituelle Bedürfnisse. 
Weiterhin führten die Teilnehmenden, welche sich aus Pflegekräften und pflegenden Angehörigen zusammensetzen, zahlreiche praktische Übungen durch: Kommunikationstechniken wie beispielsweise die der Validation nach Naomi Feil, Lagerungsübungen, Techniken aus der basalen Stimulation sowie Wahrnehmungsübungen - all dies mit dem Ziel, eine Atmosphäre von Sicherheit und Vertrauen herzustellen.  

Die Referentin Miriam Pokora, Pflegefachkraft, Palliative Care Beraterin und Leiterin des Palliativberatungs- und Hospizdienstes Horizont in Berlin, gestaltete den Tag auf erfrischende Art und mit zahlreichen anschaulichen Beispielen.

Die Quintessenz des Tages war, dass es wichtig und wertvoll ist, sogenannte „Inseln des Glücks“ zu schaffen – das sind kurze Momente der Freude und der zwischenmenschlichen Verbindung, die beispielsweise durch ein Lied, eine Berührung, einen Geruch oder eine bestimmte Mahlzeit ausgelöst werden können. Dabei sei es wichtig, der Intuition des Moments zu vertrauen („Was passt jetzt gerade“?) anstatt starren Regeln und Glaubenssätzen. Denn: das Herz wird nicht dement.

Diese Veranstaltung bildete den Auftakt einer neu kreierten Seminarreihe des Palliative Care Forum. Weitere Seminare in dieser Reihe finden in Kürze zu folgenden Themen statt: Auseinandersetzung und Umgang mit existenziellem Leid am 16. Mai 2019 sowie An der Seite der Toten am 6. Juni 2019 (https://www.palliative-care-forum.de/html/veranst/veranstaltungen5278.html).