Rund 250 Teilnehmende haben sich im dritten Teil der Online-Reihe »Trauerbegleitung in besonderen Situationen« über Besonderheiten des Trauerprozesses bei Hinterbliebenen nach Suizid informiert und ausgetauscht.
Schuldgefühle sind Barrieren auf dem Trauerweg
Online-Veranstaltung - 13.05.2022
Aus der Schweiz hat PD Dr. Sabrina Müller von eigenen Emotionen und Trauerstrategien berichtet, die sie nach dem Suizid ihrer besten Freundin bewegt haben. In ihrem Buch »Totsächlich« (Sabrina Müller: Totsächlich. Trauern und begleiten nach einem Suizid, Zürich 2019), das ebenso wie ihr Blog »Godthoughts« als Bezugspunkt ihres Impulses diente, bricht die reformierte Pfarrerin mit dem »Tabu Suizid« und erzählt von Höhen und Tiefen des Trauerprozesses.
Elfriede Loser, Gründungsmitglied des Vereins Agus (Angehörige um Suizid), bestätigt aus ihrer Arbeit und Erfahrung, mit welchen inneren und äußeren Hürden Angehörige nach Suizid zu kämpfen haben, was »normal« ist und was gegebenenfalls helfen kann.
Die Referentinnen und Gesprächsbegleiterinnen des Nachmittags sind sich einig: Schuldgefühle verhindern auch die Trauerarbeit. Ein Ansatzpunkt in der Trauerbegleitung, der als Auftrag an das verantwortliche Vorbereitungsteam von Seelsorgeamt, Institut für Pastorale Bildung und Palliative Care Forum der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg, weitergegeben wird, das Thema Suizid, Suizidprävention und Trauerbegleitung weiter auf der Agenda zu haben.
von oben nach unten: Dr. Jeremia Kraus, Elfriede Loser, Dr. Sabrina Müller, Dr. Verena Wetzstein, auf diesem Zoom-Ausschnitt nicht zu sehen: Dr. Ulrike Hudelmaier.

