Der Trauer im Altenpflegeheim begegnen

Veranstaltung - 04.07.2022

Über 80 Teilnehmende, die sich ehrenamtlich oder beruflich im Altenpflegeheim engagieren, setzten sich Anfang Juli mit Trauerprozessen, Ritualen und Möglichkeiten der Begleitung trauernder Menschen im Altenpflegeheim auseinander.

Die beiden Referentinnen Anja Drechsle und Ingrid Nüßle gingen im ersten Teil der Frage nach, was Trauer ist und wie sie sich zeigt. Dabei erklärten sie sehr anschaulich und untermauert mit vielen Beispielen aus der Praxis, dass Trauer eine natürliche Reaktion auf einen Verlust ist und individuell verläuft. Trauer berührt nicht nur die Gefühle, sondern auch das körperliche Befinden, die sozialen Beziehungen sowie die geistige und spirituelle Dimension. Bei der Darstellung des »Triptychons der Trauer« und möglicher Trittsteine wurde deutlich, wie ein gutes Abschiednehmen den Trauerprozess positiv prägen kann.

Im zweiten Teil richtete sich der Blick auf die Trauer von Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden. Auch hier füllten Praxisbeispiele der Referentinnen und der Teilnehmenden die Theorie mit konkreten Handlungsmöglichkeiten. Neben der in vielen Heimen üblichen Tradition, eine Kerze und ein Bild des verstorbenen Bewohners, der verstorbenen Bewohnerin aufzustellen, wurden die Gestaltung einer Erinnerungscollage, das Sarggeleit, die kurze Pause in der Kapelle, der Stein der Erinnerung, die Gedenkminuten im Team und vieles mehr genannt.

Die abschließende Wortwolke brachte zum Ausdruck, welche Impulse für die Teilnehmenden wichtig waren.


Informationen und Tipps zum Thema finden Sie in der Broschüre »Trauer und Trauernde verstehen« und unterstützen.
Gerne können Sie die Broschüre hier herunterladen oder im Shop des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes für 2,- Euro zzgl. Porto bestellen. Mindestbestellmenge: 5 Stück