Trauernde Jugendliche begleiten

Online-Veranstaltung - 27.10.2023

Den schwierigen Fragen, wie man trauernde Jugendliche gut begleiten kann, widmete sich ein Online-Nachmittag. Das Palliative Care Forum hatte gemeinsam mit dem Institut für Pastorale Bildung und dem Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg den Jugendtrauerbegleiter Christopher Luig aus Attendorn eingeladen. 

Christopher Luigs Anliegen ist es, über Trauerwege und Todeskonzepte im jugendlichen Alter zu berichten. Über seine besonderen Erfahrungen, die er in der Trauerbegleitung Jugendlicher macht, hat er in der Veranstaltung des Palliative Care Forums berichtet und kam dazu mit den Teilnehmenden ins Gespräch.

Über 170 Teilnehmende erfuhren so davon, in welcher Bandbreite von Reaktionen sich Trauer zeigen kann (versteckte Trauer, sprunghafte Trauer, Trauerzwang, Rückzug, Aggressionen, Suchtgefahr und andere). Christopher Luig fasste zusammen: „Trauernde Jugendliche brauchen einfühlsame Begleiter, die ihnen mit Ehrlichkeit und Offenheit begegnen, die neutral sind und ihnen ohne Machtgefälle – also auf Augenhöhe – begegnen. Ebenso wichtig ist, dass sie einerseits Raum haben für ihre Gefühle, Gedanken und Ängste, der aber auch die verschiedenen Ausdrucksformen der Trauer zulässt ohne diese zu bewerten. Jugendliche benötigen zugleich aber auch trauerfreie Zonen, in denen sie einfach altersentsprechend leben können.“

Begleitung selbst kann in ganz unterschiedlichen Formen stattfinden. Wichtig ist Luig: „Als Gesprächspartner oder Begleiter sollte man DA SEIN und die Situation aushalten. Durch Struktur, Zuverlässigkeit und einem vertrauten Rahmen wird Sicherheit und Stabilität vermittelt, die Jugendliche benötigen, um sich in ihrer Trauer bedingungslos angenommen zu fühlen.“
 
Die Reihe „Trauer in besonderen Situationen“ wird mit einer Online-Veranstaltung am 24. November 2023 fortgesetz. Dann wird die Begleitung von trauernden Männern im Fokus stehen.