„Irgendwann dawischt’s uns alle“
Online-Veranstaltung - 26.02.2025
Über 300 Teilnehmende – von Angehörigen und Fachpersonen bis hin zu Ehrenamtlichen aus Hospizdienst und Seniorenarbeit – verfolgten den erfolgreichen Auftakt der Online-Veranstaltungsreihe "Demenz" des FORUM älterwerden der Erzdiözese Freiburg in Kooperation mit der Katholischen Akademie Freiburg und dem Palliative Care Forum sowie dem Referat Inklusion-Generationen im Erzbischöflichen Seelsorgeamt.
Die Auftaktveranstaltung mit Referentin Marianne Buchegger, Expertin im Bereich Demenz mit langjähriger Erfahrung in der Beratung und Schulung von Fachkräften sowie Angehörigen, stand unter dem Titel „Irgendwann dawischt’s uns alle – Umgang mit Demenz und Vergesslichkeit“. Die Referentin vermittelte fundiertes Wissen über Demenzformen und gab wertvolle Impulse für eine wertschätzende Kommunikation mit Betroffenen und über Demenz im Allgemeinen.
„Viele Menschen kennen Demenz aus Filmen wie Honig im Kopf. Doch die Realität ist oft komplexer und stellt Angehörige sowie Betroffene vor große Herausforderungen. Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir nicht nur aufklären, sondern auch Wege aufzeigen, wie ein wertschätzendes Zusammenleben mit Menschen mit Demenz gelingen kann,“ erklärt Dr. Verena Wetzstein, Studienleiterin der Katholischen Akademie Freiburg und Leiterin des Palliative Care Forums.
In Deutschland leben aktuell über 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz-Diagnose. Prognosen zufolge wird diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Diagnose Demenz betrifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern stellt auch Angehörige, Pflegekräfte sowie das soziale und kirchliche Umfeld vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, über Demenz aufzuklären, Berührungsängste abzubauen und Wege für ein gutes Miteinander zu finden.
Mehr Unterstützung und Verständnis innerhalb der Gesellschaft ist notwendig
„Die große Resonanz auf die Veranstaltungsreihe zeigt, wie wichtig das Thema Demenz für viele Menschen ist. Wir möchten mit dieser Reihe Wissen vermitteln, Austausch ermöglichen und dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in unserer Gesellschaft mehr Unterstützung und Verständnis erfahren,“ ergänzt Johannes Braun, Geschäftsführer des FORUM älterwerden.
Besonders wichtig war den Veranstaltern auch, dass die Online-Reihe barrierefrei zugänglich ist: „Als Referat Inklusion-Generationen war es uns ein großes Anliegen, durch den Einsatz von Gebärdensprachdolmetscher*innen die Teilnahme an der Online-Veranstaltungsreihe auch für gehörlose Menschen zu ermöglichen,“ betont Theresa Betten.
Weitere Termine
Die Reihe richtet sich an alle, die sich privat, beruflich oder ehrenamtlich mit dem Thema Demenz befassen, und beleuchtet verschiedene Aspekte von Demenzen. Die nächsten beiden Veranstaltungen widmen sich den Themen „Demenz in Partnerschaft und Familie“ mit der Referentin Antje Koehler (18. 03.) sowie „Demenz und Spiritualität“ mit Dr. Carmen Birkholz als Referentin (15.05.).
Für alle, die sich mit dem Thema Demenz in Präsenz beschäftigen möchten findet außerdem am 16. Juli ein Fachtag Demenz im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt statt. Dieser bietet praxisnahe Workshops und Vorträge zu Kommunikation, Begegnung und Integration von Menschen mit Demenz.
Weitere Informationen und Anmeldung für alle Veranstaltungen unter: https://www.forum-aelterwerden.de/themen/demenz/
