Sterben geht uns alle an!

Auftakt Palliative Care Forum am 28.11.2018

Medizinische Fortschritte stellen schwerkranke Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen vor große Herausforderungen, die auch Politik und Gesellschaft berühren. Vermehrt werden mögliche Grenzen medizinischen Handelns und ihr Verhältnis zur Selbstbestimmung des Menschen diskutiert. Auf den Umstand, dass individueller Gestaltungsdruck nun zunehmend auch das Ende des Lebens erfasst, reagieren nach neueren Umfragen immer mehr Menschen mit einer Befürwortung der Suizidbeihilfe, die einige Staaten wie unser unmittelbares Nachbarland Schweiz liberalisiert haben.

Auf der anderen Seite lässt sich jedoch ein stetig wachsendes Engagement wahrnehmen, das Mitmenschlichkeit und Solidarität auch schwerkranken und sterbenden Menschen gegenüber zur Geltung bringen möchte. Für diese vielfältigen Erscheinungsformen der Sorge um Menschen in der letzten Phase ihres Lebens, wie sie etwa in Hospizbewegung und palliativer Betreuung zum Ausdruck kommen, hat sich die Bezeichnung »Palliative Care« eingebürgert.

Die Erzdiözese Freiburg sieht in diesen Initiativen einen Anknüpfungspunkt an einen Kernbestand der christlichen Botschaft und möchte sie unterstützen. Sie möchte mit dem »Palliative Care Forum« Vernetzungen fördern und Raum bieten für Impulse, die in breitere gesellschaftliche Diskurse und in die Praxis münden. Damit ist die visionäre Hoffnung verknüpft, sterbenden Menschen und ihren Angehörigen zu einem Platz in der Normalität unseres Alltags zu verhelfen:
Sterben geht uns alle an.

Im Rahmen dieser Veranstaltung stellen Diözesan-Caritasverband, Erzbischöfliches Seelsorgeamt und Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg das Palliative Care Forum vor.