Triage und Covid 19 - ethische Kriterien in der Pandemie

Ärzte, Philosophen und Theologen, darunter Professor Eberhard Schockenhoff,  legen Entscheidungshilfe vor.

Wie ist in der Intensivmedizin zu entscheiden, wenn nicht alle behandlungsbedürftigen Patienten behandelt werden können? Nach welchen Kriterien soll entschieden werden? Welche Menschen sollen gerettet werden, wenn die Ressourcen nicht für alle ausreichen? Während die Welle der Ausbreitung des Coronavirus Sars_CoV-2 bislang  Ärztinnen und Ärzte in Deutschland glücklicherweise nicht vor die Situation gestellt hat, solche Entscheidungen treffen zu müssen, fürchten nicht wenige, dass eine zweite Welle von Covid-19-Erkrankungen Fragen wie diese massiv stellen könnte.
Ein Kollektiv namhafter Autoren (Ärzte, Philosophen, Theologen) hat ethische Kriterien und Argumente für solche Entscheidungssituationen dargelegt und praktisch umsetzbare Empfehlungen formuliert. Autor ist unter anderem Eberhard Schockenhoff, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Palliative Care Forum, einer Initiative der Erzdiözese Freiburg, angesiedelt an der Katholischen Akademie.
Die vorliegende Entscheidungshilfe steht inhaltlich in weitgehender Übereinstimmung mit der Argumentationsskizze des Sekretariats der Deutschen Bischöfe zu Covid-19. Sie ist unter diesem Link als pdf abrufbar und jetzt auch im Buchhandel als Hardcover erhältlich:
Heinemann, Thomas/Proft, Ingo/Sahm, Stephan/Schockenhoff, Eberhard: Covid-19. Ethische Empfehlungen über Beginn und Fortführung einer intensivmedizinischen Behandlung bei nicht ausreichenden Behandlungskapazitäten, Vallendar 2020: ISBN-13: 978-3751920919, Preis: 12,00 Euro.