Immer wieder geht es Angehörigen und auch Mitarbeitenden in der Palliativversorgung sowie ehrenamtlich im Hospizdienst Engagierten so, dass sie Menschen begleiten, die sich wünschen, das eigene Leben möge bald zu Ende gehen. Eine solche Begegnung kann zu Unsicherheit führen.
Umgang mit Todeswünschen
Begleitung in der Palliativversorgung und Hospizarbeit
Das Spektrum der geäußerten Todeswünsche reicht dabei von Lebenssattheit über Einsamkeit und Ängste bis hin zu Suizidalität. Für Angehörige und Begleitende stellen sich Fragen, die Andrea Schaeffer in ihrem instruktiven Artikel „Menschen mit Todeswunsch begleiten“, in: Neue Caritas, 5/2024, S. 16) so zusammenfasst:
- Wie kann es gelingen, dass Betroffene mit Todeswunsch sich nicht alleingelassen fühlen?
- Wie kann man einer Bagatellisierung von Todeswünschen entgegenwirken?
- Wie können ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende im Umgang mit dem Dilemma gestärkt werden, dass sie nicht an Suizidhandlungen mitwirken und zugleich Betroffene nicht alleine lassen?
Das Zentrum für Palliativmedizin der Universität Köln hat auf seiner Homepage Material bereitgestellt, das die Lesenden dazu anregen möchte, differenziert über Fragen zum Umgang mit Todeswünschen nachzudenken.
Auf der Webseite finden sich Denkanstöße zu folgenden Bereichen:
- Wie erkenne ich Todeswünsche?
- Wie kann ich auf Todeswünsche reagieren?
- Was können Ziele eines Gesprächs über Todeswünsche sein?
- Welche Hintergründe, Bedeutungen und Funktionen können Todeswünsche haben? Wie verhalten sich Todeswunsch und Lebenswille zueinander?
- Welche Handlungsoptionen zum Umgang mit Todeswünschen gibt es?
- Was ist darüber hinaus wichtig…
- … für Angehörige von Menschen mit Todeswünschen?
- … für ehrenamtliche Mitarbeitende in der hospizlichen Begleitung?
- Wie können wir das Thema „Umgang mit Todeswünschen“ in unserer Organisation ansprechen?
- Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten aktuell in Deutschland?
Die Website wurde ihm Rahmen des Forschungsprojektes "Umgang mit Todeswünschen - Ausbau digitaler Lehr- und Informationsangebote (DeDigiTaL)" entwickelt und wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

