Patienten mit Demenz im Krankenhaus

Eine Stellungnahme des Ethikrates im Bistum Trier

Etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten in Allgemeinkrankenhäusern ist älter als 60 Jahre, nicht wenige davon sind von einer Demenz betroffen. Die meisten Krankenhäuser sind bisher nicht auf Menschen mit Demenz eingestellt. Was können Angehörige tun? Und wie können sich Krankenhäuser rüsten?

Der trägerübegreifende Ethikrat von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen im Bistum Trier widmet sich in seiner aktuellen Stellungnahme dem Thema „Patienten mit Demenz im Krankenhaus“. Das Heft will für die komplexen Versorgungsbedarf von Menschen mit Demenz sensibilisieren. An dieser Stellungnahme hat auch Frau Dr. Wetzstein, Leiterin des Palliative Care Forums der Erzdiözese Freiburg, mitgeschrieben.
 
Der Text bietet grundlegende Informationen zu demenziellen Symptomen und zum Umgang mit gesellschaftlichen Stigmata. Er behandelt anthropologisch-ethische wie rechtliche Überlegungen zur Bestimmung des Patientenwillens bei Demenz und gibt darüber hinaus konkrete praxisbezogene Hilfestellungen.
 
Weitergehende Empfehlungen bieten Orientierung für den Umgang mit Patientinnen und Patienten mit Demenz im Krankenhaus, Hilfestellungen für die Organisation und Strukturierung von Arbeitsprozessen sowie die Begleitung und Angehörigenarbeit.
 
 
Das Heft kann hier heruntergeladen werden:
 
Weitere Stellungnahmen des Ethikrates finden sich hier:
 
Der Ethikrat im Bistum Trier besteht seit 2008. Er hat sich auf Initiative der vier großen katholischen Trägerorganisationen im Gesundheits- und Sozialwesen im Bistum Trier gebildet (Barmherzige Brüder Trier e.V. (BBT), die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (cts), der Cusanus Trägergesellschaft Trier mbH (ctt, ehemals Caritas Trägergesellschaft Trier) und die Marienhaus GmbH Waldbreitbach). Die Gruppe der Träger wurde 2013 um die Franziskaner vom Hl. Kreuz (Hausen) und 2016 um die Kongregation der Schwestern vom hl. Karl Borromäus (Trier) erweitert.
Zudem dient der Trägerübergreifende Ethikrat im Bistum Trier über die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) auch für weitere von Orden getragene Gesellschaften mit Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen als Ansprechpartner. Der Ethikrat bearbeitet konkrete ethische Fragestellungen von übergeordneter Bedeutung, die sich in den Einrichtungen der genannten Trägergesellschaften ergeben. Er greift daneben aber auch eigenständig Themen auf, die im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs erörtert werden und wesentliche Bedeutung für die Arbeit der Träger erlangen können. Mit seinen Empfehlungen, die in den einzelnen Trägerorganisationen eigenverantwortlich umgesetzt werden, will er den Verantwortlichen im normativen Bereich helfen, ihre Entscheidungen vor Ort ethisch reflektiert zu treffen.