Mit 'Sterbewelten – der Hospizpodcast' empfiehlt sich ein Format, das sich wohltuend von schnellen Talkformaten und oberflächlichen Lebenshilfe-Podcasts abhebt. Der Podcast des Christophorus Hospiz Verein verbindet fachliche Expertise mit der Erfahrung gelebter Hospizarbeit – ruhig, reflektiert und nah an den Menschen. Moderiert werden die Folgen unter anderem von Stephanie Wossilus, die selbst ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig ist.
Sterbewelten – der Hospizpodcast
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Sterbende begleiten: haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, Angehörige, Fachkräfte aus Pflege, Palliativversorgung und psychosozialer Begleitung. Die Gespräche sind authentisch, reflektiert und nah am wirklichen Erleben. Dabei gelingt es dem Podcast, auch schwierige Fragen auszuhalten: Wie sprechen wir über das Sterben? Was brauchen Menschen am Lebensende? Wie verändert die Begleitung Sterbender den eigenen Blick auf das Leben?
Besonders eindrücklich ist die aktuelle Folge „Das Leiden muss ein Ende haben – Sterbewünsche in der Palliativversorgung“. Darin spricht Stephanie Wossilus mit der Wiener Palliative-Care-Expertin Ingrid Marth und dem Innsbrucker Palliativmediziner Dr. Christoph Gabl über Todes- und Sterbewünsche schwerkranker Menschen. Die Episode nähert sich dem Thema differenziert und ohne vorschnelle Antworten. Im Mittelpunkt stehen existenzielles Leiden, das Gefühl von Kontrollverlust und die Frage, was Menschen am Lebensende wirklich brauchen. Gerade die Verbindung von pflegerischer und medizinischer Perspektive macht das Gespräch besonders hörenswert.
'Sterbewelten' überzeugt insgesamt durch eine klare Haltung: zuhören statt urteilen, begleiten statt vereinfachen. Für Ehrenamtliche, Hauptamtliche und alle, die sich mit Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzen, bietet der Podcast wertvolle Impulse und fachliche Orientierung.
Den Podcast Sterbewelten gibt es seit 2021. Dahinter steht der Christophorus Hospiz Verein in München. Seit mehr als 30 Jahren begleitet der Verein schwerstkranke und sterbende Menschen – ambulant zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und im stationären Hospiz. Darüber hinaus engagiert sich der Verein intensiv in Bildung, Trauerbegleitung und der Qualifizierung ehrenamtlicher Hospizbegleiterinnen und -begleiter.

