„Den Segen Gottes zu den Sterbenden tragen.“ – Mit dem neu erschienenen Sterbesegen „Auf dem Weg ins Licht“ legen die Schweizer Bischöfe in einem jüngst erschienen Büchlein Texte vor, die Menschen am Ende ihres Lebens und ihren Angehörigen Segen zusprechen möchten.
Auf dem Weg ins Licht
Sterbesegen
Bemerkenswert ist dabei nicht nur die liturgische Qualität, sondern vor allem die pastorale Haltung, die dieses Buch prägt. Der Sterbesegen versteht sich ausdrücklich nicht als Ersatz für Krankensalbung oder Wegzehrung. Vielmehr reagiert er auf eine Realität, die viele aus Hospiz, Pflege und Seelsorge gut kennen: Menschen wünschen sich am Lebensende Trost, Zuspruch und ein Ritual der Nähe – auch dann, wenn kirchliche Bindungen brüchig geworden sind oder klassische Sakramente nicht mehr möglich erscheinen.
Das Buch bietet eine Grundform, eine Kurzform sowie besondere Elemente für Kinder und Menschen mit Demenz. Besonders hilfreich ist, dass die Texte in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch vorliegen. Dadurch eignet sich der Sterbesegen nicht nur für die Seelsorge in Pfarreien, sondern ebenso für Hospize, Pflegeeinrichtungen, Spitäler und die ehrenamtliche Begleitung.
Berührend ist der Titel selbst: „Auf dem Weg ins Licht“. Er beschreibt keine Vertröstung, sondern eine Haltung. Der Sterbesegen schafft einen sprachlichen und rituellen Raum dort, wo Worte oft fehlen. Gerade für Menschen, die Sterbende begleiten, kann dieses neue liturgische Buch eine wertvolle Unterstützung sein – ruhig, würdevoll und nah am Menschen.
Gerne weisen wir in diesem Zusammenhang auch auf die Broschüre „Sterben, Tod und Trauer. Gemeinsam Abschied nehmen“ des Palliative Care Forums der Erzdiözese Freiburg hin. Im Mittelteil findet sich ebenfalls ein einfühlsam gestalteter Sterbesegen, der sich gut für die Begleitung in Familie, Ehrenamt und Seelsorge eignet. Die Broschüre steht hier kostenlos als PDF zum Download bereit.

