Parallel zu dem DGP-Kongress wird es ein lokales Veranstaltungsprogramm in Freiburg geben, das für Kongressteilnehmende sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt gleichermaßen entwickelt worden ist. Unterschiedliche Formate laden dazu ein, sich mit den Themen „Sterben, Tod und Trauer“ intensiver zu beschäftigen.
Lokales Veranstaltungsprogramm zum DGP-Kongress
Dr. Claudia Sigwarth, Vorsitzende des Lokalen Rahmenprogrammes und Oberärztin an der Uniklinik Freiburg für Palliativmedizin, schreibt dazu in ihrer Einladung:
„Wir freuen uns sehr, dass vom 23. bis 26. September der Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Freiburg zu Gast sein wird! Er steht unter dem Motto „Leben im Grenzland“, das sowohl die geografische Lage im Dreiländereck als auch die existenziellen Grenzerfahrungen in der Palliative Care widerspiegelt.
Begleitend zum Kongress haben wir ein vielfältiges Programm entwickelt und laden alle Kongressteilnehmenden sowie Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn die Themen „Sterben, Tod und Trauer“ gehen uns alle an.
Mit unterschiedlichen Begegnungsformate möchten wir Räume schaffen für persönliche Gespräche und gemeinsame Erfahrungen -auch jenseits der wissenschaftlichen Sitzungen.
Wir hoffen auf Begegnungen, in denen zentrale Werte der Palliative Care wie Würde, Respekt und menschliche Nähe spürbar werden.
Mögen diese Tage für Sie bereichernd sein – fachlich, menschlich und im offenen Austausch miteinander.“
Nachfolgend finden Sie Auszüge aus dem Rahmenprogramm:
Bitte beachten Sie: Das lokale Programm wächst kontinuierlich weiter. Wir werden Sie darüber weiter informieren.Kursreihe Letzte Hilfe für Vereine und Unternehmen
Aus Anlass des Kongresses wurde eine besondere Letzte-Hilfe Kursreihe ins Leben gerufen, die gezielt Vereine und Unternehmen in Freiburg sowie den Landkreisen Emmendingen und Breisgau Hochschwarzwald anspricht. Erfahrene Fachkräfte aus den Palliativnetzwerken gehen aktiv auf die genannten Regionen zu und bieten Letzte-Hilfe-Kurse als interne Fortbildung an. Ziel ist es, das Miteinander in Unternehmen und Vereinen auch in schwierigen Situationen wie schwerer Krankheit oder Tod zu stärken und Sicherheit im Umgang mit Abschied, Sterben und Trauer zu vermitteln. 16. bis 19. September 2026:
Letzte Hilfe Kurse im Hospiz Karl Josef
Zudem werden im Hospiz Karl Josef in Freiburg für die interessierte Öffentlichkeit an folgenden Terminen Letzte-Hilfe-Kurse angeboten:
Mittwoch, 16.09.: 16–20 Uhr
Freitag, 18.09.: 16–20 Uhr
Samstag, 19.09.: 10–14 Uhr
Ort: Hospiz Karl Josef, Kronenmattenstr. 3, 79100 Freiburg
Kursanmeldung: letztehilfe@palliativzentrumsuedbaden.de
22. September 2026:
Vortrag „Ich will Dir nichts tun“ - Deeskalation in herausfordernden Situationen“
Vortrag von Luigi Palmisciano, Gerontologe, Deeskalationstrainer für Demenz, Einrichtungsleitung Wohnheim St. Johann
Verantwortung zu tragen in Pflegesituationen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Die wertschätzende Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz in allen Lebensphasen stellt die pflegenden An- und Zugehörigen vor unterschiedlich große Herausforderungen. Sich selbst und dem Angehörigen auch in Ausnahmesituationen gerecht zu werden, darüber informiert der interaktive Vortrag mit praktischen Beispielen.
Dienstag, 22.09.: 17–18.30 Uhr
Ort: Wohnheim St. Johann, Kirchstr. 13, 79100 Freiburg
Anmeldung beim Netzwerk Demenz: netzwerk@demenz-freiburg.de
22. September 2026:
„Die Schattenspringer“, Inklusives Theaterprojekt
Wir wissen, dass wir sterben müssen. Ob und was danach kommt, darüber wissen wir nichts. Aber wir wissen, dass irgendetwas von uns bleibt. Wir hinterlassen Spuren. Es gibt Erinnerungen. An kreative Ideen, lustige Formulierungen. Und an unsere Vorstellungen vom Sterben, vom Tod, vom Danach oder auch Nicht-Danach. „Grenzenlos lebendig“ bringt sie auf die Bühne. Der Tod wird zur lebendigen Figur, der auch mal mit sich handeln lässt. Die anderen Figuren, die Menschen, die irgendwann einmal mit ihm zu tun haben, überlegen. Ist er Freund oder Feind? Was soll ich auf die letzte Reise mitnehmen? Für den Tod ein Geschenk? Lässt sich vorher schon ein kurzer Blick ins Paradies werfen? Vor dem Tod regieren sehr oft die Einsamkeit und die Angst. Vielleicht lasse ich sie für einen Augenblick einfach stehen und plane akribisch meine Beerdigung. Zum Beispiel, dass am Ausgang des Friedhofs ein mobiler Wurststand aufgebaut wird. Manchmal kommt es doch zu einem Austausch. Die Figuren geben sich gegenseitig Tipps, wie man sich am besten vorbereitet. Was wichtig wird und was unwichtig. Wir bleiben lebendig, vor und auch nach dem Tod. Danach vielleicht sogar lebendiger, und oft vielfältiger. Ein kleiner Teil dieser Vielfalt tummelt sich auf der Bühne.
Dienstag, 22.09.: 19–21 Uhr
Ort: Gemeindesaal der Christuskirche, Maienstr. 2, 79102 Freiburg
23. September 2026:
Poetry-Slam: „(K)ein Sterbenswörtchen? Über Krankheit, Tod & Leben!“
Was heißt Leben, Sterben, Tod und Trauer für die Betroffenen? Für Patientinnen, An- und Zugehörige, für Ärzte, Pflegepersonal, Seelsorgerinnen, Therapeuten, Bestatterinnen? Was bleibt von einem Menschen? Sehen wir nur noch die Krankheit? Das Leiden? Welche persönlichen Erfahrungen von Trauer, Abschied, Krankheit haben wir in unserem eigenen Rucksack? Darum soll es gehen, wenn Menschen sich auf die Bühne trauen mit einem eigenen Text und miteinander einen Poetry-Slam-Abend bestreiten. Unterhaltsam, mit lachenden und weinenden Augen, tiefgründig und mit Humor. An dem Abend soll es jedoch nicht nur ums Wort gehen, sondern mit und durch Musik kann das gesprochene Wort nachklingen.
Mittwoch, 23.09.: 20–22 Uhr
Ort: Theaterbar Freiburg, Bertoldstraße 46, 79098 Freiburg
Weitere Infos: schelbert@palliativnetz-freiburg.de
23. September 2026:
Bürgerforum: „Wie will ich einmal sterben? Impulse, Podium und Gespräche“
Mittwoch, 23.09.: 20–21.30 Uhr
Ort: Historisches Kaufhaus, Münsterplatz, 79098 Freiburg
24. September 2026:
„Trauer, Tod und Leben“, Ausstellung mit offener Vernissage mit der Künstlerin Cornelia Steinfeld
Trauer hat viele Gesichter. Die Grafiken der Grafik-Designerin Cornelia Steinfeld zeigen eine klare Formen- und Farbsprache. 20 ihrer Grafiken werden in der Ausstellung zu sehen sein (offenes Kommen und Gehen)
Donnerstag, 24.09.: 18–21.30 Uhr
Ort: c-punkt Münsterforum, Herrenstr. 33, 79098 Freiburg
24. September2026:
Zur Nacht im Freiburger Münster: „Texte, Musik, Nachdenkliches zu Sterben, Trauer und Trost im Freiburger Münster“
Die Abendstunden im Freiburger Münster laden zu Besinnung und Ruhe ein (offenes Kommen und Gehen)
Donnerstag, 24.09.: 20–21.30 Uhr
Ort: Freiburger Münster, Münsterplatz 1, 79098 Freiburg
14. bis 27. September 2026:
Büchertisch „Tod, Sterben, Trauer“
Die Stadtbibliothek Freiburg lädt zu ihren regulären Öffnungszeiten mit ausgewählten Medien zu den Themen „Tod, Sterben und Trauer“ zum Stöbern und Entdecken ein. Ergänzend liegen Informationsmaterialien von Einrichtungen der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung aus.
Ort: Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17, 79098 Freiburg

