Die Corona-Pandemie bringt uns in Grenzsituationen des Menschseins. Der Alltag ist geprägt von Einschränkungen, Begrenzungen und Verlusten. Lebensnotwendige Zuwendung und menschliche Nähe verkehren sich – virusbedingt – in Lebensgefährdung. Wie kann es gehen, jemanden beim Sterben zu begleiten, wenn Abstand, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe das Gebot der Stunde sind? Was kann Menschen in ihrer Trauer helfen, wenn sie aufgrund der Corona-Regeln ihre Angehörigen nicht begleiten und nicht verabschieden konnten? „Nachgetrauert“ – so lautete die Überschrift der 22. Süddeutschen Hospiztage am Donnerstag in Freiburg. Geprägt von der Coronapandemie wurden Facetten des Trauerns ausgeleuchtet und die Teilnehmenden beschäftigten sich mit der Vielfalt im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.